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Ausstellungsbeteiligung 2021

Galerie Classico, Schützenstr. 52, 1265 Berlin:
Ausstellung: Die Figur im Bild, 29. September - 13. November 2021 mit vier Arbeiten: "In der Straßenbahn" (WV 316), "Lesender" (WV 480), "Mädchen mit Hund" (WV 1052), "Selbstbildnis" (WV 1136) (verkauft).

Galerie Classico, Schützenstraße 52, 1265 Berlin: 
Ausstellung: Wasser Licht, 21. August - 25. September 2021 mit vier Arbeiten: "Sonnenuntergang" (WV 130), "Mittelmeer bei Sturm" (WV 202), "Glion im Winter" (WV 212) (verkauft), "Am Genfer See" (WV 347)(verkauft).

Galerie Classico, Schützenstraße 52, 1265 Berlin: 
Ausstellung: drinnen statt draußen
, 14. April - 22. Mai 2021 mit drei Arbeiten: "Fliederstrauß" (WV 333), "Blumen im Fenster" (WV 108) (verkauft) sowie "Blumen in Glasvase" (WV 111) (verkauft). 

Austellungen zum 100. Geburtstag am 1. Oktober 2019

Ausstellungen 2019/20:

Galerie Barthelmess & Wischnewski, Sesenheimer Str. 15, 10627 Berlin, mit 40 Werken in einer Einzelausstellung vom 23. November 2019 bis 25. Januar 2020

Bund Gelsenkirchener Künstler, Domizil in der Bergmannstraße 53 in 45886 Gelsenkirchen, 13. Oktober 2019 bis 16. November 2019, Retrospektive zum 100. Geburtstag seines Gründungsmitglieds mit einer Auswahl von 33 Arbeiten.

Das Kunstmuseum Gelsenkirchen zeigte das Bild „Landschaft bei Montreux“ (WV 330) in seiner Ausstellung „Kunst und Natur“ vom 9. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019.

Publikation

Angelika Menne-Haritz, Helene Menne-Lindenberg (1919-1988), Verlag Michael Imhoff, Petersberg 2019, ISBN: 3731908212, geb., 136 S. mit über 100 z.T. ganzseitigen Abbildungen, Werkverzeichnis zu den über 1000 nachweisbaren Arbeiten und nach dem schriftlichen Nachlass erstellte Liste der Ausstellungen.  

Das Schaffen

Die vorhandenen Arbeiten von Helene Menne-Lindenberg entstanden in einer Zeitspanne von etwa 1940 bis zur Mitte der 80er Jahre. Sie begann mit Portraits und Landschaftsstudien. Bereits im Gymnasium durfte sie die gezeichneten Portraits der Mitschülerinnen präsentieren. Schon kurz vor Kriegsende wurden ihre Arbeiten in überregionalen Ausstellungen gezeigt. 

In Besprechungen der Ausstellungen wurden die Elemente der Moderne in ihrer Malerei besonders hervorgehoben, etwa die starke Farbigkeit und der Einsatz kubistischer Brechungen. Auch ihr Interesse für die Arbeiten der Brücke wie der französischen Fauves ist in den Bildern erkennbar. Ihren eigenen Stil hielt sie auch in gegen die zeitgenössische Abwertung von Gegenständlichkeit und gegen den Absolutheitsanspruch abstrakter Malerei aufrecht. Sie bestand auf Wiedererkennbarkeit, weil nur damit die Wirkung des Lichtes auf die Wahrnehmung sichtbar werde. So notierte sie: "Das Ding an sich ist aber nicht die Wahrheit seiner Wirkung auf uns, welche erst in bildlicher Gestalt erstehen könnte ... Im Bild ist das Licht die erste Wahrheit."

Eine besondere Würdigung erhielt ihr Ansatz durch die Hervorhebung ihrer Arbeiten in der französischen "Revue Moderne des Arts et de la Vie" vom Mai 1957 mit der Abbildung der "Straße in Venedig" auf dem Titelblatt  (Verbleib unbekannt) und mit mehreren weiteren Abbildungen im Inneren, u.a. der "Altstadt Grado" (WV 305) und der "Flamingos" (WV 921). Allerdings rief das Lob aus Frankreich in einer Zeit zunehmender Zurückdrängung von Frauen aus der Öffentlichkeit und dem wachsenden Erfolg abstrakter Kunst auch Neid und ins Persönliche gehende Abwertung hervor, wie sie sich in einer Ausstellungsbesprechung von 1962 in der örtlichen Tageszeitung zeigten. Das traf sie tief.   

Nach mehrjähriger Pause in den 60er Jahren entstanden in den 70er Jahren zahlreiche Landschaftsansichten aus der Umgebung sowie aus dem Bregenzer Wald und den Schweizer Bergen. Sie unternahm viele Reisen, u.a. nach Südspanien, um dort das intensive Licht, das spiegelnde Meer und die vielfältigen Landschaftsformen zu erleben, die sie zu besonders intensiven Darstellungen anregten. Dabei schuf sie die 70x70 cm großen Temperabilder wilder Landschaften und mächtiger Lichtdramen bei Sonnenuntergängen ihres Spätwerks.  

Das Werk

In der Mitte 50er Jahren entstanden eine Reihe von großformatigen, farbkräftigen Darstellungen, vielfach angeregt durch erste Aufenthalte in Italien. Dazu gehören mehrere Bilder arbeitenden Frauen, etwa die Wäscherinnen, die Stoffverkäuferin oder die Stickerin.

  

(WV 307 Wäscherinnen, 306 Verkäuferin - verkauft -,  309 Stickerin auf Burano, alle drei 57x80 cm, Tempera auf Karton.) 
Anfang der 60er Jahre schuf sie mehrere Großformate mit Ansichten von Florenz, Fiesole, Versailles und vom Genfersee

(WV 330 Landschaft bei Montreux, 80x125 cm, Öl auf Leinen - Kunstmuseum Gelsenkirchen.)

Zu den späten Landschaftsbildern gehören die Küsten- und Wolkendarstellungen mit sich auflösenden Formen, Spiegelungen im Meer und dramatischen Farben, immer wieder auch mit kahlen Bäumen im Vordergrund. 

 

WV 257 Wolken, 70x70 cm, verkauft, WV 224 Wolken, verkauft.

Die Bilder von Helene Menne-Lindenberg befinden sich heute zu einem großen Teil in Privatbesitz. Mehrere Arbeiten sind im Besitz des Kunstmuseums Gelsenkirchen.

Hinweise

Auf der Seite: Werkverzeichnis sind alle heute bekannten Arbeiten mit ihren Formalbeschreibungen und Reproduktionen in der Reihenfolge der Werkverzeichnisnummern aufgelistet. Fehlende Angaben, etwa zur Entstehungszeit, sind bisher nicht eindeutig feststellbar. Hinweise zur Ergänzung oder Korrektur der Angaben werden gern entgegen genommen. Die Daten zu den Bildern wurden mit der der Software "Werkverzeichnis" von Edgar Droste-Orlowski erfasst und verwaltet. Ein ausführlichere Fassung des Werkverzeichnisses mit Abbildungen kann als PDF-Ausdruck im Stadtarchiv Gelsenkirchen eingesehen werden.

Bei einer Verwendung der Abbildungen wird um Angabe der WV Nr. und um Mitteilung der Fundstellen gebeten. Bitte beachten Sie die auf der Seite Haftungsausschluss angegebenen Hinweise zum Urheberrecht. 

zuletzt geändert: 7. 9. 2021